Friedrich Ludwig Jahn

 

Friedrich Ludwig Jahn
In Jahr 1952, in dem die Jahnschule eröffnet wurde, beging man seinen 100. Todestag: Friedrich-Ludwig-Jahn wurde 1778 als Sohn eines Dorfpfarrers in Lanz bei Brandenburg geboren und gilt als Vater der deutschen Turnbewegung.
Am 18. Juni 1811 eröffnete er auf der Hasenheide in Berlin den ersten Turnplatz in Deutschland. Dort präsentierte er unter dem Motto „frisch, fromm, fröhlich, frei“ Darbietungen „deutscher Turnerkunst“. Die Bewegungsabläufe und Geräte, die dabei zum Einsatz kamen, gingen auf den Pädagogen Johann Christoph Friedrich GutsMuths zurück, mit dem Jahn befreundet war. Sie spielen noch heute im Geräteturnen eine Rolle.
Jahn und seine Mitstreiter entwickelten GutsMuths Idee der Leibeserziehung weiter und gaben ihr den Charakter einer volkstümlichen Bewegung mit patriotischem Anspruch: Die deutsche Turnbewegung war von Anfang an mit der frühen Nationalbewegung verbunden und hatte den Anspruch, die Jugend für den Kampf gegen die napoleonische Besetzung und für eine geeinte deutsche Nation zu gewinnen. Friedrich Ludwig Jahn selbst verbrachte durch seinen Einsatz gegen die mit der Restauration wiedererstarkten deutschen Klein- und Kleinststaaten sechs Jahre im Gefängnis. In Preußen und anderen deutschen Staaten wurde in jener Zeit sogar ein ein Turnverbot erhoben. Später lockerten sich diese Bestimmungen. 1848 wurde Friedrich Ludwig Jahn als Befürworter einer konstitutionellen Monarchie in die Deutsche Nationalversammlung der Frankfurter Paulskirche gewählt.
Friedrich-Ludwig Jahns Vorstellungen eines Nationalismus, die er allerdings in einer Zeit formulierte, als ein geeintes Deutschland eine Vision war, klingen aus heutiger Sicht für viele befremdlich. Gleiches gilt für seine antisemitischen Äußerungen. Gleichwohl war er für seine Zeit ein fortschrittlicher Geist, der für liberale politische Ideen und demokratische Teilhabe eintrat. Sein Verständnis des gemeinschaftlichen, menschenverbindenden Sporttreibens, bei dem Standesunterschiede keine Rolle spielen, hat sich durchgesetzt und ist bis heute unzähligen Sportvereinen lebendig. „Turnen“ umfasste für Jahn Leibesertüchtigungen in allen Facetten einschließlich des Spiels. „Gehen, Laufen, Springen, Werfen, Tragen sind kostenfreie Übungen“, formulierte der Turnvater, „überall anwendbar, umsonst wie die Luft.“

Quelle: u. a. Wikipedia

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Die Jahnschule in Zahlen
  • gegründet 1953
  • 347 Kinder
  • 23 Lehrerinnen und Lehrer
  • 1 Referendarin
  • 15 Klassen, eine Vorklasse
  • dreizügig und vierzügig
  • 126 Betreuungsplätze (unterschiedliche Modelle)
  • 20 Plätze in der Hausaufgabenhilfe